Donnerstag, 14. April 2011

Come on Robby

Zu unserem Pech fällt uns Lucas am Sonntag wegen eines Muskelfaserriss aus. Das ist die Chance für jemanden, der in dieser Saison noch nicht unter Beweis stellen konnte, warum er der Königstransfer dieser Saison war. Es wird also Zeit, dass er die Vorschusslorbeeren, die ihm damals zuteil wurden, nun zurück zahlt. Wahrscheinlich kann es keinen wichtigeren Zeitpunkt dafür geben als an diesem Sonntag. Immerhin spielt Leverkusen in München und könnte ja auch dort punkten. Was für uns bedeuten würde, dass unmittelbar vor Spielbeginn der Vorsprung zusammenschmelzen würde.

Leider umschleicht mich jedoch kein gutes Gefühl. Szenen von seinen vergebenen Chancen wollen mein Kleinhirn einfach nicht verlassen. Insbesondere die Szene letzten November in Paris kurz vor Schluss will nicht aus dem Kopf weichen. Damals hatte er die berühmte 100%ige auf dem Fuß. Das Ergebnis dürfte bekannt sein.

Doch nun haben wir keine andere Wahl. Die Offensivreihe stellt sich quasi von selbst auf. Und Robby gehört dazu. Und das ist auch gut so. Denn endlich braucht er nicht auf der 10 zu spielen, sondern kann ganz vorne hoffentlich ganz viel von seinen zweifelsohne vorhandenen Qualitäten zeigen. Hoffentlich.

Hoffen und bangen werden wie immer die mehr als 80.000 Verrückten auf den Rängen. Come on Robby, mach et.  

Dienstag, 12. April 2011

Latte, Pfosten eins zwei drei…



Mein Gott, war das letzten Samstag wieder ein Kick. Zum Glück und zur allgemeinen Gesundheit vorm TV geschaut, hätte man sonst wohl den Notarzt für mich rufen müssen. Den Spielbericht erspare ich dem geneigten Leser mal. Nur so viel: Diese Chancenverwertung, die man auch als Unvermögen bezeichnen kann, lässt einem das Blut in den Adern kochen.

Beispiel? Lucas haut jetzt mittlerweile zum 10.mal das Ding gegen das Aluminium statt in die Bude. Insgesamt dürften wir mittlerweile knapp 20 Blechtreffer zu verbuchen haben. Das ist mal ne Leistung, die zudem wohl von keiner anderen Mannschaft so schnell nachzumachen sein dürfte. Jetzt könnte man wieder anfangen zu sinnieren, ob da bei einigen so langsam die Flatter kommt oder die Angst vor der eigenen Courage.
Aber wer den Kick gegen den HSV oder auch gegen den anderen HSV gesehen hat weiß, dass hier von Angst oder schwachen Nerven keine Spur sein kann. Das ist wohl schlicht Pech, genau so wie die schwache Leistung der Linienrichter (man erinnere sich an Frankfurt-HSV damals)am Samstag. Hätte insgesamt auch anders laufen können und dieser Eintrag wäre komplett überflüssig geworden. Isser aber nicht…

Aber jetzt wieder von dem Scheiß anzufangen, dass wirs doch nicht schaffen könnten. Oh je Leute, was geht da vor? Wir sind bisher immer zurück gekommen und haben allen gezeigt, dass Borussia da ist, wenns drauf ankommt. Siehe in Leverkusen, in München oder auch nachm Rückstand gegen Hannoi. Und nächsten Sonntag kommts wieder drauf an. Und dann sagen alle: „Man, der Punkt in Hamburg war Gold wert…“

Einfach mal die Ruhe bewahren. Und dann am Sonntag ausrasten. Denn dann kommts drauf an. Nicht vorher im Internet…


Donnerstag, 7. April 2011

Bastelstunde


Während unsere Elf aufm Platz Messi kopiert, scheinen die Verantwortlichen abseits des grünen Rasens an Personaloptionen für die nächste Saison zu arbeiten. Schon länger kursieren Namen wie Gündogan von Nürnberg und Perisic aus Brügge als mögliche Neuzugänge. Gerade Letzterer würde enorm Sinn machen. Während vorne rechts Kuba, Götze und auch Piszczek spielen können, sieht das auf links mal ganz anders aus. Hier wäre ein bisschen Druck für unseren Kevin wünschenswert.

Bei Gündogan sieht das mit der Sinnhaftigkeit wieder anders aus. Einem Bericht der RN zufolge soll er als Ersatz Spalier stehen, wenn Nuri wechseln würde. Aber mal ehrlich: Wer glaubt schon, dass einer wie Nuri nach dieser Saison gehen wird, wo er gerade mit dem BVB am Legendenstatus feilen kann. Ist jetzt vielleicht etwas naiv gedacht, aber vorstellen kann ichs mir beim besten Willen nicht.

Sollte unser Deutschtürke nicht wechseln, würde auch der Gündogan Transfer wenig Sinn machen. Oder plant wer etwa heimlich, still und leise, dass eine Rückkehr zu alter Stärke bei Kehl unwahrscheinlicher wird? Dieser hat mal wieder sein Training beendet und es erscheint fraglich, wann er wieder „richtig“ Gas geben und der Mannschaft helfen kann.

Helfen wird wohl noch mindestens ein Jahr Da Silva. Eine richtig gute Entscheidung, denn nach seinen Einwechslungen konnte er der Mannschaft nochmal wichtige Impulse geben. Und zu reichen scheint es auch noch bei ihm. Vielleicht reichts ja auch noch für 2 Jahre, wie von ihm gewünscht.

Weitere Personaldebatten folgen hier in Kürze.

Dienstag, 29. März 2011

Fehllosung



Schon vor Längerem wurde bekannt, dass die Tickets für das letzte Saisonspiel unserer Borussia gegen Eintracht Frankfurt ausgelost werden. Scheinbar hat man sich auf Vereinsseite immerhin die Mühe gemacht, sich auf Grund der großen Nachfrage eine besondere Idee einfallen zu lassen. Das Produkt dieser Idee ist nun, dass die Tickets, die es überhaupt in den freien Verkehr schaffen (80720 abzüglich der Dauerkarten, Gästekontingent, Fanclubs und Sponsoren), in zwei Schritten ausgelost werden. Die „Gewinner“ der verbleibenden geschätzten 20000 Restkarten werden dann benachrichtigt.

Was hier auf den ersten Blick nach einem fairen Verfahren aussieht, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung mal wieder als typisch für das unsere Ticketsystem. Leider wurde es mal wieder versäumt, gerade für Mitglieder eine vernünftige Lösung zu finden. Diese haben als Premium Service ihrer nicht ganz günstigen Mitgliedschaft immerhin den Vorteil, zweimal an der Verlosung teilzunehmen.

Nicht ausgeschlossen also, dass man als zahlendes Mitglied trotzdem leer ausgeht und eben ein anderer zu Dedes Abschied darf. An sich ist die Verlosung ja fair und nicht zu beanstanden. Jedoch bewirbt der BVB gerade das Ticketvorkaufsrecht bei der Akquise neuer Mitglieder derart, dass man annehmen könnte, das Kartenproblem hätte sich für Mitglieder, die keine Dauerkarte haben (können) gelöst. Dass die Realität ganz anders aussieht, hat man gerade wieder beim VVK für das vorletzte Heimspiel gegen Nürnberg gesehen. Da bestand das Kontingent für Mitglieder bei gefühlten 500 Karten auf der Nord.

Insgesamt wäre es „fairer“ gewesen, die Karten zuerst an Mitglieder zu verkaufen. In anderen Vereinen ist diese Praxis eine Selbstverständlichkeit. Hier könnte sich der BVB orientieren, um vlt. in der nächsten Saison, wenn die Kartennachfrage weiter auf diesem hohen Niveau bleibt, die Vergabe neu zu überdenken. Dann hätten die Mitglieder auch neben dem Beweis für ihre Sympathie und Liebe zum Verein auch einen „materiellen Gegenwert“ in der Hand. Auch wenn dieser, überraschenderweise, mal wieder mit einem unangebrachten Topspielzuschlag versehen ist.

Da ich aber nicht nur meckern will, werde ich in den nächsten Wochen, spätestens zur sauren Gurkenzeit, weitere Überlegungen anstellen, dieses System umzustellen und somit besser zu machen.

Möge die Losfee im April die richtigen Leute beglücken!   

Freitag, 25. März 2011

Der Zonk für die Sevilla-Opfer



Hurra könnte man meinen, als hier eine Art Update über den Stand der Dinge zu den Vorkommnissen aus Sevilla veröffentlicht wurde. Sollte wer nicht wissen, was eigentlich damit gemeint ist, der kann sich u.a. hier hintergründliche Infos holen. Sollte tatsächlich Bewegung in diese Sache kommen? Wer hätte das gedacht?

Beim näheren Betrachten des Artikels muss man zu einem klaren und erwartbaren „Nein“ kommen. Ich hatte nicht ernsthaft damit gerechnet, dass sich irgendwer für Fanbelange, noch dazu im fernen Ausland wirklich einsetzt. Aber diese Botschaft ist dann doch der klare Zonk für alle Geschädigten.

Geantwortet hat die zuständige Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag. Was sie zu berichten hat, kann man jedoch getrost als dürftig bezeichnen. Sie schreibt, dass sie diverse Stellen kontaktiert habe, darunter auch DFB, DFL, das Auswärtige Amt und die Spanische Botschaft in Berlin. Die zuständige Person beim DFB hatte ihr mitgeteilt, dass die Vorgänge rund um das Spiel an den FC Sevilla weitergetragen wurden. So weit so schlecht. Denn dies bedeutet Monate nach dem Spiel wohl nur eins: Der Verein wird mal vage drauf angesprochen und wird im äußersten Falle eine Stellungnahme dazu abgeben. Darin wird der örtliche Polizeibericht zu Rate gezogen und erklärt, dass der Einsatz an sich gerechtfertigt war und von Folterung während der Haftzeit nichts bekannt sei. Nein, ich habe keine Glaskugel zu Hause stehen. Aber mehr wird in dieser Sache einfach nicht passieren.

Das Auswärtige Amt hat gem. ihrer Mitteilung gleich ganz abgewunken und eine politische Unterstützung versagt. Auch hier war im Endeffekt nichts anderes zu erwarten. Vielmehr wird der fast schon lächerlich anmutende Ratschlag erteilt, man möge sich doch an einen Anwalt richten, der im spanischen Recht versiert sei. Darauf sind die Leidtragenden natürlich bisher noch nicht gekommen. Mal abgesehen davon, dass da bei dem einen oder anderen ein paar Ressourcen, ähm Geld fehlen dürfte. Immerhin werde das Auswärtige Amt die Dinge „bei Gelegenheit“ mal ansprechen. Diesen Schritt könnte man, ohne Überspitzung, als eine Selbstverständlichkeit bezeichnen.

Nun ja, außer Spesen nichts gewesen. Immerhin hat überhaupt jemand mal geantwortet. Wenn auch die Antwort nichts Positives verheißen wird. Im Grunde schade, wie die Sache überhaupt gelaufen ist. Hier hätte man mal mit großer Medienwirksamkeit einer breiteren Öffentlichkeit auf Fehlstände aufmerksam machen können in der Hoffnung, dass von den Fans in der öffentlichen Wahrnehmung  ein anderes Bild gezeichnet werde. Stattdessen scheint das zu anstrengend und nicht interessant genug zu sein, denn wie ist sonst das mangelnde Interesse seitens der deutschen Medienlandschaft zu erklären? Es gab kaum Berichte dazu, selbst Medien wie Sat1, die vor Ort waren und nicht drehen durften, vermeldeten keine expliziten Nachrichten von diesem kühlen Abend Dezember. Erst Tage später und auf Grund der großen Welle der BVB-Fans in den Internetforen wurde das Thema überhaupt mal in der lokalen Ruhr-Presse aufgegriffen, zumindest als Randnotiz. Hier gab und gibt unsere im europäischen Ausland oft gelobte Presse ein wahrlich schwaches Bild ab.

Letztlich wurde hier eine große Chance vertan, die oft verschriehenen deutschen Fußballfans in ein anderes Licht zu rücken. So bleibt, mal wieder, nur der Zonk übrig. Denn ich denke nicht, dass in dieser Sache noch groß was passieren wird.