Dienstag, 23. August 2011

Nachtrag zum Hopp`schen Vorgang



Die Sache mit den Hopp`schen Sirenen riss ja eine ganz schön große Welle in der Medienlandschaft. Auch wenn dies womöglich der Sauren Gurken Zeit geschuldet war, wurde doch mal intensiv über Probleme von Fußballfans berichtet. Mehr davon! Und auch die ein oder anderen Plakate anderer Fangruppen waren zu erblicken. Daran lässt sich erkennen, dass bei aller Rivalität in zentralen Fanbelangen ein Minimum an Zusammenhalt möglich ist.

Nun ist viel geredet und geschrieben worden. Beim BVB hat sich das wohl führende Fanzine dazu verpflichtet gefühlt, einen Brief an Herrn Hopp persönlich zu richten. Tenor: Man stellt kurz den Standpunkt dar, und lädt dann den Diddi zu einem Gespräch ein.

Die Reaktion darauf lässt nicht lange auf sich warten: Der Diddi begrüßt das Ganze und stellt es dar, als wäre man endlich dialogbereit. Nun ja, es wäre jetzt nicht so, als wäre dies das erste Angebot für einen Dialog gewesen.

Bliebe noch die Frage offen, was das Ganze soll. Die Ansichten auf beiden Lagern sind sehr wohl bekannt und so konträr, dass man wohl nicht so schnell zu einem „Kompromiss“ kommen dürfte. Belehrungen eines Besseren sind hier gerne gesehen!

Nur besteht nicht gerade zu befürchten, dass man sich auch nur ein bisschen annähern kann. Das dürfte wohl auch auf beiden Seiten klar sein. Oder wäre der Diddi einmal respektiert bei uns? Oder wäre er unser neuer Freund, den wir mit offenen Armen in unserem Westfalenstadion empfangen? Wohl kaum.

Wie ich hier schon berichtet hatte, wäre es erstrebenswert, dass die Beleidigungen gegen die Person Hopp mal ein Ende hätten. Immerhin hat unsere Truppe gerade in Spielen gegen den FC Mäzen jedwede Unterstützung verdient. Doch wird es immer welche geben, die eher auf Aggression und Pöbeleien aus sind und auch zu entsprechendem Repertoire greifen. Idioten gibt’s halt überall…

Vielleicht sollte man mit den Nörgeleien auch warten, bis die Podiumsdiskussion vorbei ist. Vielleicht gibt ja doch einer nach. Wahrscheinlich der Klügere… Allein der Glaube fehlt zumindest bei mir. Ganz nach Goethe`s Zitat: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“.

Montag, 15. August 2011

Mein erstes Mal!



Eigentlich ist es gar nicht mein erstes Mal gewesen. Denn letzte Saison bin ich schonmal mit den „Sutos“ zu einem BVB-Spiel gereist. Und wie gerne würde ich über die dürftigen sportlichen Aspekte berichten? Doch dies muss ich leider hinten anstellen. Denn wie eine Lawine brach über den heutigen Tag das Medienecho auf die unverschämten Störgeräusche vor und während des Spiels herein. Somit wird sich auch dieser Beitrag mit diesem widerlich/jämmerlichen Versuch der Zensur von Fußballfans auseinandersetzen müssen.

Was war passiert? Eigentlich wollten sich die ca. 4000 Dortmunder das Fußballspiel direkt an der Autobahn 6 bei Sinsheim ansehen. Dietmar hatte mal wieder geladen und so folgte man natürlich gerne zum kleinen Stelldichein zu Beginn der neuen Spielzeit. Während der Woche war es merklich ruhig im Blätterwald und es gab auch genügend Aufrufe, sich mehr unserer Borussia zu widmen, als den kommerziellen Feinden.

Gegen 13.30 Uhr kamen wir dann am Stadionvorplatz in der Betonwüste an und gingen, nachdem die letzte fehlende Karte besorgt wurde, auch langsam zum Platze. Nach den pingeligen Kontrollen und den ersten Gesängen war dann klar, dass mit der Beschallungsanlage irgendwas nicht stimmte. Und naiv wie ich war, hielt ich den ohrenbetäubenden Ton anfangs für ein technisches Problem. Doch das technische Problem stellte sich sehr schnell als unverschämter Zensurversuch dar. Immer, wenn Schmähgesänge angestimmt wurden, hielt irgendwer dagegen und brachte dadurch das Trommelfell zum Vibrieren.

Langsam wurde es unruhig im Block. Allmählich durchschaute jeder dieses Spiel. Und die Unruhe war von meinem Platz weiter oben im Block sehr gut zu sehen. Das Ziel, die Schmähgesänge einzustellen, wurde indes nicht erreicht. Im Gegenteil. Selten konnte wohl so eine Lautstärke in Hoffenheim erreicht werden. Denn der Ärger ob der Zensur war natürlich verständlich und entlud sich in einem Support, der sich hören lassen konnte.

Mittlerweile kann man auch das Echo von Fans, Medien und Vereinsseite verfolgen. Hier erschreckt insbesondere die Sichtweise von Dietmar und seinem Möchtegernverein. Man kann sich nicht erklären, wie die Box unter die Tribüne der Gästefans gekommen sein soll. Und mit der Sache hat man auch rein gar nichts zu tun; man distanziert sich als Verein 1899 davon und entschuldigt sich.

Da kann einem nur Angst und Bange werden. Die Box war zufällig an die Stromanlage des Stadions angeschlossen und in unmittelbarer Nähe waren Ordner postiert, die alles im Auge haben sollten. Hier sei die Frage erlaubt, wer denn bitteschön eine Lautsprecheranlage ins Stadion schmuggeln und an das Stromnetz anschließen kann? Nicht auszudenken, wenn es sich nicht gerade um eine Box, sondern um etwas ganz Anderes gehandelt hätte…

Aber Hauptsache, die Fans kriegen vorne am Eingang alles abgenommen, was irgendwie nach Wurfgeschoss oder brennbarem Utensil aussieht. Da kann man im Eifer des Gefechts schonmal ne Musikanlage übersehen werden, die dann das ganze Spiel noch von irgendjemandem bedient werden musste. Denn der Ton war natürlich nur dann hörbar, wenn ungewünschtes Liedgut angestimmt wurde. Dass die Pöbeleien unserer Mannschaft leider gar nicht helfen, habe ich schon im letzten Beitrag hier thematisiert. Von daher spare ich mir an dieser Stelle jeden Kommentar über die Sinnhaftigkeit dieser Gesänge.

Jedenfalls fühlt man sich vor diesem Hintergrund zum einen verarscht, zum anderen aber auch etwas „unsicher“. Wenn es so leicht sein sollte, solche Gegenstände in ein Bundesligastadion zu schmuggeln, will ich mir gar nicht ausmalen, was das für Folgen haben könnte. Bleibt zu hoffen, dass diverse Herren aus Afghanistan und co. nicht zugesehen haben. Soviel jedenfalls der jämmerliche Erklärungsversuch von Vereinsseite.

Uns Dietmar ließ die Sache natürlich ebenfalls nicht kalt. Trotzig wie eh und je ließ er über diverse Medien verlauten, man solle nicht so empfindlich sein. Schließlich habe man ihn über 90 Minuten beleidigt und wenn jetzt jemand Anzeige erstatte, müsse er ebenso 200 Anzeigen wegen Beleidigung erstatten.

Die paar Schmähgesänge, wie sie in jedem Stadion vorkommen, sind gegen die Kopf- und Ohrenschmerzen insbesondere von jüngeren Zeitgenossen problemlos aufzuwiegen. Das steht natürlich im Verhältnis zur Maßnahme, mal eben in den Zensurmodus zu wechseln. Egal, wer hierfür verantwortlich ist, muss zwingend zur Rechenschaft gezogen werden. Und was vor dem Hintergrund der Dietmarschen Worte von der Entschuldigung von Vereinsseite zu halten ist, kann jeder für sich selbst beurteilen. Ich halte die Pöbeleien nicht unbedingt für förderlich, aber eine Zensur auf diesem Niveau darf in deutschen Stadien nicht Einzug halten.

Hierauf sollten die Fans aller Vereine in naher Zukunft Acht geben und entsprechend zusammen halten. Denn dieses Thema geht jeden etwas an. Und dank der erhöhten Öffentlichkeit ist dieses Thema nun auch auf einem breiten Tisch serviert. Dies kann der Sache nicht abträglich sein. Über die Anzeigen einiger BVB Fans wg. Körperverletzung werde ich weiter berichten. Dies ist sicher interessant.

Freitag, 12. August 2011

Pro BVB und nicht contra TSG!



Heiß wie das berühmte Frittenfett bin ich schon und freu mich wie Schmitz`s Katze auf den morgigen Samstag im Kraichgau.

Und hier hat Kloppo (mal wieder) genau das gesagt, was mir auf den Nägeln brennt. Es wäre schön, wenn unser Part auf den Tribünen an so manch furiose Auftritte auf anderen Plätzen anknüpfen könnte. Die letzten Auftritte in Hoffenheim waren nämlich eher davon geprägt, sich gegen Herrn Hopp zu wenden. Das ist nicht zuletzt dank der Boulevard-Presse auch mittlerweile jedem Hinterwäldler bekannt. Herr Hopp hat es so zu unscheinbarer Popularität gebracht.

Nur die Mannschaft hat unser Hass auf Hopp und den Kommerz im Allgemeinen nicht gerade weitergebracht. Was sich dann auch auf dem Rasen widerspiegeln sollte. (Bis auf eine Ausnahme in den letzten Jahren)

Als Beispiel nehme man nur die letzte Saison. Dort war bis auf ca. 5 Minuten lediglich „Griechischer Wein“ von einer "Minderheit" im Block zu hören. Das ist zwar kreativ und der Song ist es wert, mal angestimmt zu werden. Allerdings lässt sich damit nicht über 90 Minuten Stimmung entfachen. Die üblichen Schmähgesänge taten ihr Übriges. So war dann dieser Auftritt auch der Tiefpunkt des letztjährigen Auswärtssupports.

Dies sollte sich dieses mal ändern. Indem man PRO BVB an die Sache rangeht und auch mal wieder ein paar Gassenhauer raushaut. Meiner Vorahnung nach geht auf den neutralen Blöcken nicht so viel. Das sollte Ansporn genug sein, dass der eigentliche Gästeblock im Kraichgau kocht.

Also vielleicht aus der letzten Saison lernen, Klopp`s Worte nach einem guten Support erhören und die Jungs anfeuern. Denn die haben`s im Moment verdient wie lange nicht. Und vor dem Hintergrund der letzten Ergebnisse gegen die Kommerziellen wäre ein Dreier UND ein guter Auftritt auf den Rängen mal wieder angebracht!

Dienstag, 9. August 2011

Wo geht’s zur nächsten Meisterfeier?



Ob diese Frage vor dem Hintergrund arrogant gestellt ist, sei mal dahingestellt. Zum Zungeschnalzen war die erneute Vollgasveranstaltung allemal. Über weite Teile hatten die Hanseaten nicht den Hauch einer Chance. Nein, eigentlich hatten sie zu keinem Zeitpunkt eine Chance. Aber von vorne.

Endlich, ja endlich wurde letzten Freitag die neue Saison feierlich eröffnet. Und da dies generell der amtierende Meister in einem Heimspiel macht, lud die DFL ein ins Westfalenstadion. Nur die Fans waren etwas genervt. Und zeigten dem widerlichen Schauspiel vor dem Spiel den Rücken. War schön anzusehen das Ganze und fand sogar in den Medien Anklang, die sonst eher nicht auf der Seite der Guten zu stehen scheinen. Ein Plakat traf`s wohl am besten: Die DFL liebt die Show – Wir lieben den Fußball… Ohne Worte.

Zum Spiel gibt`s eigentlich nicht viel zu sagen. Oder doch: traumhaft! Bis zur 70. Minute ungefähr war das schon ein ganz feiner Ball, der da gespielt wurde. Überhaupt muss sich in diesen Tagen jeder Fußball freuen, wenn er mal von den Herren Götze, Großkreutz oder Kagawa gestreichelt wird. Denn was die Jungs da im Kollektiv mit der Pille anstellen, ist bisweilen nicht mehr ganz natürlich. Zumindest der HSV konnte da nicht ansatzweise das Wasser reichen. Und so stand`s am Ende 3:1 für die Guten.

Aber genug der warmen Worte. Was die Medien sich da nach einem Spieltag schon wieder für ein Meistergefasel abhalten, ist auch nicht mehr ganz normal. Wenn wir mal 2 Spiele am Stück verlieren sollten, schlägt das Pendel wieder ganz übel in die andere Richtung. Und gegen Hoffenheim, unseren nächsten Gegner vor der nächsten Meisterfeier, haben wir uns oft genug schwer getan. Also was soll das? Wir haben 3 Punkte, wie manch anderes Team übrigens auch. Nein, nicht die Bayern und auch nicht Leverkusen oder die Blauen. Aber Mainz und Gladbach zum Beispiel. Und die werden vorne gewiss auch ein Wörtchen mitreden. Zumindest noch am nächsten Wochenende… Bis dahin kann man sich jedenfalls gespannt zurücklehnen und mit Abscheu die scheinbar „Saure Gurken Zeit“ momentan beobachten. Denn nur so sind mit Verlaub, behinderte, Wortspiele a la Götzkreutz zu erklären. Diesen Schmarn hätten se lieber an der Isar gelassen, wo er hingehört.

Donnerstag, 4. August 2011

Special Moments



Nach längerer Abstinenz wollte ich auch mal wieder ein Lebenszeichen an die Internetgemeinde absenden. Nein ich war nicht auf den Malediven und auch nicht bis jetzt im Meisterschaftsrausch. Ein Umzug mit den dazugehörigen Problemen war im Weg und hat dazu geführt, dass einfach keine Zeit blieb, diesen Blog mit Leben zu füllen.

An dieser Stelle wollte ich auch nur kurz den Blick zurückwerfen auf letzte Saison und hier insbesondere auf spezielle Augenblicke, die sich in mein Hirn gebrannt haben und seit dem Zeitpunkt des Geschehens nicht wieder entweichen wollen. Die genannten Szenen sollen nur symbolisch für eine Saison stehen, die so viele Momente für uns Dortmunder bereithielt, dass man hier seitenweise, ja eigentlich von jedem Spiel etwas Besonderes zum Besten geben könnte.

Paris-BVB: Schon das Hinspiel mit den 3 (4?) Gästeblöcken bot Anlass für Schreibstoff und Kurioses. Doch das Rückspiel setzte nochmal eins drauf. Mehr als 9000 Borussen tauchten die Stadt der Liebe (Einige nahmen das wörtlich) in die richtigen Farben. Ein Sieg musste her, um das Weiterkommen nicht fast unmöglich werden zu lassen. Und sie kämpften bis zur letzten Minute. Und dann kam sie, die letzte Minute. Und Robert vergab die 1000%ige Chance, das Stadion zum Beben zu bringen. Diese Szene verfolgte mich wirklich nächtelang. Denn diese Punkte haben letztlich gefehlt fürs Weiterkommen. Und wer weiß, wo wir noch gelandet wären bei einem Weiterkommen in der Gruppenphase?

Sev-BVB: Hier gibt es grds. nur negative Erlebnisse zu berichten. Die Krawalle, die von der Polizei angezettelt wurden, werden wohl nicht nur mir und insbesondere den Frauen und Familien im Hinterkopf verweilen. Zu krass und intensiv waren die Momente vor dem Spiel vor dem Block. Prügelnde Polizisten, die ihre Pferde nicht im Griff hatten, ein Bauzaun als vermeintlicher Eingang für 3000 Gästefans, wahllos Festgenommene, die nach dem Spiel folternd in eine Zelle wandern durften und den Rückflug verpassten. (welch Zufall…)Man war schockiert, als man nach der Ankunft in der Heimat von dem wahren Ausmaß des Ganzen erfuhr. Hier nochmal der Dank an alle, die fleißig ein paar € gespendet haben. Gute Aktion!

Lev-BVB: Was haben die Medien vor diesem Spiel spekuliert: Von einem Einbruch war die Rede, die Punkte den Rheinländern schon fest zugeschrieben. Und dann das: Mit beeindruckender spielerischer Leichtigkeit überzeugten die Schwarzgelben und schossen die Pillen binnen weniger Minuten regelrecht ab. Der entsprechende Jubel von Großkreutz ließ erahnen, welch Steine da abgefallen sein mussten.

FCB-BVB: Auch hier das gleiche Bild. Niemand rechnete mit etwas Zählbarem. Schon seit Jahren (Jahrzehnten)konnte in München kein Blumentopf gewonnen werden. Doch spätestens mit Hummels Kopfballtreffer war die Sache gelaufen und der BVB nahm nun auch das berühmte M-Wort in den Mund.

BVB-Hannover: Dieses Solo von Götze. Es erinnerte irgendwie an den Stil eines Messi. Wie er in dieser Situation gleich die ganze Abwehr wie Fahnenstangen aussehen lässt und die Kugel dann noch am verdutzten Torwart vorbeischiebt. Das war schon extraklasse. Aber noch wichtiger war, dass mit diesem Tor ein Ruck durch die Mannschaft ging, das Spiel gedreht und die Punkte eingeheimst werden konnten.

BVB-Nürnberg: Ich denke, da braucht man nicht viele Worte zu verlieren.

Das Gleiche erspare ich mir für die Feierlichkeiten und für Dedes und Nuris Abschied. Das werden eh Momente sein, die man als Fan wohl niemals vergisst.