Mittwoch, 27. April 2011

Nervös?



Letzten Samstag wurde der erste von vier möglichen Matchbällen vergeben. Durch die Niederlage am Niederrhein hat sich das Punktepolster von acht auf „nur“ noch fünf Punkte verkleinert.

Leverkusen spielt nun in Köln, der Club, der gerade mal wieder negativ in den Schlagzeilen steht und die letzten Spiele komplett vermasselte. Folglich schmiss Trainer Schaefer hin und ein alter Bekannter, Vokke Finke übernimmt das Ruder. Eigentlich wollte er ja nie mehr auf die Trainerbank zurück, aber wen interessiert heute schon das Geschwätz von gestern. Ausgerechnet die sollen jetzt die Werkself stoppen?  
Nein, müssen sie nicht. Wir sollten vielmehr die in dieser Saison stark aufspielenden Nürnberger stoppen. Dann braucht man irgendwann auch nicht mehr nach Leverkusen zu gucken. Dann ist es egal, was die so treiben.

Es kommt nur auf uns an. Uns Fans und noch viel mehr unsere Mannschaft, die weiter jede Unterstützung gut gebrauchen kann. Deswegen sollten wir auch mit Freude auf Samstag schauen. Wir haben es immer noch in der eigenen Hand, sind von Niemandem abhängig. Wir können bei noch zwei ausstehenden Heimspielen alles klarmachen. Das ist kein Grund, sich in die Hosen zu scheißen, sondern mit breiter Brust das Stadion zu rocken. Das sollten wir auch unserer Mannschaft entsprechend auf dem Platz vermitteln, so wie in Gladbach geschehen. Das konnte sich teilweise gut hören lassen. Vielleicht weniger mit Pyrotechnik als vielmehr mit Geduld, wenn`s mal nicht so läuft und mit einer gut geölten Stimme.

Dann brauchen wir auf das dumme Geschwätz von Bayer auch nichts mehr zu geben. In Lauerstellung seien sie. Und sie seien da, wenn der BVB patzt. 9 Punkte wollen sie auch noch holen. Wir wollen nur noch vier Punkte holen. Bescheidenheit tut manchmal sowas von gut. Das hat nicht zuletzt der Kollege von Hamburg Schwarz Gelb passend dargestellt.

Montag, 25. April 2011

Latte, Pfosten Part II (gefühlt Part 22)



Wenn Borussia nicht gewinnt, dann läuft das irgendwie immer nach demselben gleichen, widerlichen Schema F ab. Man beherrscht Ball und Gegner nach Belieben, vergisst aber, innerhalb der 90 Min. ne Bude zu machen und wenn der Schiri abpfeift, merkt man, dass es jetzt wohl zu spät ist. Aber von vorne.

Petrus hatte bestes Wetter über Mönchengladbach bestellt und so strahlte die Sonne mit den zahlreichen gelben T-Shirts um die Wette. Die Zahlen schwanken, aber am Ende dürften es so um die 20.000 Schwarz-Gelben gewesen sein, die sich schon recht früh in diesem hässlichen, 0815 Beton/Wellblech „Park“ eingefunden hatten. Grund war wohl die Übertragung der Bundesliga auf der Leinwand. Und so sah es dann früh schon recht gut für uns aus. Hoffenheim spielte mit und ging sogar in Führung. Eine mögliche Meisterschaft im Wohnzimmer der eher unbeliebten falschen Borussia lag in der Luft.

Doch bevor man zu träumen beginnen konnte, war der Film schon wieder gerissen. Wie bei einem guten feuchten Abend, von dem man ab einem Zeitpunkt X am nächsten Morgen nichts mehr weiß. Leverkusen machte schon vor der Pause den Ausgleich und schnell war klar, dass die das Spiel noch würden umbiegen können. Unsere Spieler nahmen es im Jogging auf dem Rasen zur Kenntnis. Nach dem 2:1 war dann der Drops auch gelutscht und eine Meisterfeier am Niederrhein nicht mehr möglich.

Der Stimmung tat dies indes keinen Abbruch. Obwohl man von solch einem Auswärtsmob noch hätte mehr erwarten können, war die Stimmung insgesamt prächtig mit akustischen Höhepunkten zu Beginn und nach ca. 50 Min, als der Ausgleich in der Luft lag. Für die visuelle Untermalung wurde, wie in Gladbach üblich, auch gesorgt. Wobei ich dies an dieser Stelle nicht bewerten will.

Ausgleich ist vielmehr das Stichwort. Diesen gab es leider nicht zu sehen. Trotz klarer Überlegenheit nutzte Idrissou einen Stellungsfehler von Subotic in der ersten Hälfte und verlud Weidenfeller eiskalt. Trotz kurzer Ecke kann man hier keinen wirklichen Torwartfehler ausmachen.

Danach und insbesondere in der zweiten Hälfte drückten die richtigen Borussen mehr und mehr, doch ein Tor wollte einfach nicht fallen. Mal wieder war das Aluminium im Weg und ein gut aufgelegter gegnerischer Torwart, der glänzend gegen Götze, Barrios und Lewandowski parierte. Gerade Letzterer sollte schnell an seiner Abschlussquote feilen. Unfassbar, was der gute Kerl diese Saison schon für Chancen auf dem Fuß hatte.

Wie auch immer: Am Ende steht die vierte Niederlage der Saison. Einen Grund zur Panik gibt es indes nicht. Auch Leverkusen wird nicht alle verbleibenden Saisonspiele gewinnen. Ein Titelgewinn ist nächste Woche schon möglich, sollte Leverkusen nicht in Köln dreifach punkten.

Das reicht aber schon an Zukunftsmusik. Erst müssen wir an der Chancenverwertung arbeiten, das obligatorische Lattenschießen schleunigst abstellen und Lucas wieder richtig fit kriegen. Dann klappt`s auch mit den letzten 4 Punkten und der Schale. Ganz bestimmt schon nächstes Wochenende.

Montag, 18. April 2011

Wartest du noch oder kotzt du schon?



Diesen Freitag hatte der große Trommelwirbel seinen Höhepunkt gefunden. Die Karten für das letzte Heimspiel gegen Frankfurt wurden ausgelost, die „Gewinner“ sollten per Mail benachrichtigt werden. Also wer sich vor der Saison überlegt hatte, sich ne Dauerkarte zu besorgen und es letztendlich nicht getan hat, dürfte sich wohl gehörig in den Allerwertesten beißen.

Gespannt müssten Freitag wohl Tausende vor dem Bildschirm gewartet haben auf die erlösende Mail, die Eintrittskarte, wahrscheinlich die Schale und Dede, unser Idol, das letzte Mal spielen zu sehen. Und so sickerten diverse News durch, wann es denn endlich soweit sein sollte mit der ominösen Antwort im Email-Postfach. Die RN sprachen dann davon, dass der zuständige Leiter des Ticketing um 15 Uhr den Button drücken würde und die Mails sich ihren Weg durch das WWW zum Empfänger bahnen.

Um das Ergebnis vorweg zu nehmen, viele Tausende (insgesamt gab es weit mehr als 300.000 Anfragen für dieses Spiel, sodass die Lostrommel gut gefüllt war) warten bis nun auf die erlösende oder ernüchternde Antwort unserer Ticket-Helden. Wobei dann heute (Montag) bekannt wurde, dass derjenige, der Freitag keine Zusage bekommen hat, auch keine mehr erhalten wird. Somit wird die Absagemail eigentlich überflüssig. Lediglich die Masochisten unter den Schwarzgelben dürften sich wohl noch auf Post vom BVB Ticketing freuen.

Tja, scheiße und so bleibt die Frage danach, warum man sich keine DK gegönnt hat und warum ausgerechnet bei diesem Spiel das Losverfahren entscheiden sollte. Diese beiden Fragen sollte man sich vlt. noch beantworten können. Spätestens jedoch bei der Frage danach, ob das Losverfahren, so wie es durchgeführt wurde, wirklich fair ist, kann man geteilter Meinung sein.

Es wäre hier ein Leichtes gewesen und spielend einfach umsetzbar, wenn bspw. Leute bedient worden wären, die diese Saison einfach regelmäßig durch Anwesenheit geglänzt haben. (Nein, das müssen nicht zwingend DK-Inhaber sein) Der Topspielzuschlag (übrigens neuerdings auch für das Frankfurt-Spiel) wird ja auch damit gerechtfertigt, dass Leute extra zahlen sollen, wenn sie sich nur die so genannten „Sahnestücke“ ansehen wollen. Beim Losverfahren aber haben alle die gleiche Chance gehabt, also die, die das erste Mal hingehen wie diejenigen, die auswärts oft dabei sind und den letzten € für den Club ausgeben.

Immerhin gab es für Mitglieder das Privileg, zweimal im Lostopf zu landen. Wenn man sich jedoch das Verhältnis von Anfragen und Karten ansieht, stellt man schnell fest, dass hier nicht wirklich von einem Privileg gesprochen werden kann.

So wurde von Vereinsseite mal wieder eine große Chance verpasst, die zahlenden Mitglieder für ihre Treue und Zugehörigkeit zu belohnen. Stattdessen dürften viele zahlende Mitglieder mal wieder in die Röhre schauen; eigentlich also nichts Neues könnte man hier zynisch einwerfen. So macht man jedenfalls keine Werbung für Neumitglieder, die sich unserer glorreichen Borussia anschließen möchten.

Klar, man sollte grundsätzlich aus anderen Motiven Mitglied sein, als nur  wegen des vermeintlichen Vorteils beim Kartenverkauf. Wer jedoch so intensiv mit den angeblichen Privilegien um Neumitglieder wirbt, muss sich auch solche Fragen gefallen lassen. Spielend leicht hätte man hier Mitglieder mit einer Karte für dieses besondere Spiel belohnen können.

Ebenso hätte man auch denen etwas zurückgeben können, die in Sevilla im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf hingehalten haben oder die in Paris mit ihren Augen ins Tränengas gelaufen sind. Als Nachweis die Eintrittskarte oder einen ähnlichen Beweis beim BVB eingeschickt und als Dankeschön ne Karte bekommen. Aber nein, stattdessen dürfen auch DK Inhaber mitmachen, die ihre Karte schon haben. Diese fairerweise auszusortieren wäre sicher kein großer Aufwand gewesen. Und nach dieser Saison müsste man diese wohl auch nicht mit „Bonbons“ füttern. Die werden nächste Saison schon auch ihr festes Vorkaufsrecht nutzen, um auf der Süd stehen zu können.

Nun gut. Ehrenhalber erwähnen muss man, dass man natürlich bei mehr als 300.000 Anfragen nicht alle Kartenwünsche erfüllen und nicht jeden glücklich machen kann. Immerhin hat man mit der Kartenpolitik insgesamt in dieser Saison genügend Anreize dafür geschaffen, dass nächstes Jahr die Dauerkarten weggehen dürften wie die berühmten warmen Semmeln. Ob das allerdings ausgerechnet mit der Kartenpolitik so gewollt war soll hier mal dahingestellt bleiben. 

Donnerstag, 14. April 2011

Come on Robby

Zu unserem Pech fällt uns Lucas am Sonntag wegen eines Muskelfaserriss aus. Das ist die Chance für jemanden, der in dieser Saison noch nicht unter Beweis stellen konnte, warum er der Königstransfer dieser Saison war. Es wird also Zeit, dass er die Vorschusslorbeeren, die ihm damals zuteil wurden, nun zurück zahlt. Wahrscheinlich kann es keinen wichtigeren Zeitpunkt dafür geben als an diesem Sonntag. Immerhin spielt Leverkusen in München und könnte ja auch dort punkten. Was für uns bedeuten würde, dass unmittelbar vor Spielbeginn der Vorsprung zusammenschmelzen würde.

Leider umschleicht mich jedoch kein gutes Gefühl. Szenen von seinen vergebenen Chancen wollen mein Kleinhirn einfach nicht verlassen. Insbesondere die Szene letzten November in Paris kurz vor Schluss will nicht aus dem Kopf weichen. Damals hatte er die berühmte 100%ige auf dem Fuß. Das Ergebnis dürfte bekannt sein.

Doch nun haben wir keine andere Wahl. Die Offensivreihe stellt sich quasi von selbst auf. Und Robby gehört dazu. Und das ist auch gut so. Denn endlich braucht er nicht auf der 10 zu spielen, sondern kann ganz vorne hoffentlich ganz viel von seinen zweifelsohne vorhandenen Qualitäten zeigen. Hoffentlich.

Hoffen und bangen werden wie immer die mehr als 80.000 Verrückten auf den Rängen. Come on Robby, mach et.  

Dienstag, 12. April 2011

Latte, Pfosten eins zwei drei…



Mein Gott, war das letzten Samstag wieder ein Kick. Zum Glück und zur allgemeinen Gesundheit vorm TV geschaut, hätte man sonst wohl den Notarzt für mich rufen müssen. Den Spielbericht erspare ich dem geneigten Leser mal. Nur so viel: Diese Chancenverwertung, die man auch als Unvermögen bezeichnen kann, lässt einem das Blut in den Adern kochen.

Beispiel? Lucas haut jetzt mittlerweile zum 10.mal das Ding gegen das Aluminium statt in die Bude. Insgesamt dürften wir mittlerweile knapp 20 Blechtreffer zu verbuchen haben. Das ist mal ne Leistung, die zudem wohl von keiner anderen Mannschaft so schnell nachzumachen sein dürfte. Jetzt könnte man wieder anfangen zu sinnieren, ob da bei einigen so langsam die Flatter kommt oder die Angst vor der eigenen Courage.
Aber wer den Kick gegen den HSV oder auch gegen den anderen HSV gesehen hat weiß, dass hier von Angst oder schwachen Nerven keine Spur sein kann. Das ist wohl schlicht Pech, genau so wie die schwache Leistung der Linienrichter (man erinnere sich an Frankfurt-HSV damals)am Samstag. Hätte insgesamt auch anders laufen können und dieser Eintrag wäre komplett überflüssig geworden. Isser aber nicht…

Aber jetzt wieder von dem Scheiß anzufangen, dass wirs doch nicht schaffen könnten. Oh je Leute, was geht da vor? Wir sind bisher immer zurück gekommen und haben allen gezeigt, dass Borussia da ist, wenns drauf ankommt. Siehe in Leverkusen, in München oder auch nachm Rückstand gegen Hannoi. Und nächsten Sonntag kommts wieder drauf an. Und dann sagen alle: „Man, der Punkt in Hamburg war Gold wert…“

Einfach mal die Ruhe bewahren. Und dann am Sonntag ausrasten. Denn dann kommts drauf an. Nicht vorher im Internet…