Freitag, 6. Mai 2011

[GE] nervt


 
Man man man. Dieses Theater um den möglichen Wechsel Nuris in die weite Welt nervt mich doch sehr. Daher auch der kleine Bericht darüber. Eigentlich sollte in diesen Tagen alles, aber wirklich alles Friede, Freude, Eierkuchen sein. Aber irgendwie, ich kanns mir nicht erklären, ist es einfach nicht perfekt. Und nein, das meine ich nicht privat. Es läuft alles. Und die Borussia hat gerade meisterliches geleistet. Im wahrsten Sinne des Wortes. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass die Meisterschaft noch nicht so wirklich verdaut bzw. realisiert ist. (Siehe den Beitrag unten)

Und jetzt kommt so ein scheiß Theater daher und verhindert das absolute Schweben in der Glückseligkeit. Dass dieses Team niemals genau so bis 2014 zusammen bleiben wird ist klar. Verträge werden ja heute auch nur deswegen so lange gemacht, um ein Jahr vorher noch ne feine Ablöse zu kassieren. Komische Sache, wenn man mal näher darüber nachdenkt. Aber irgendwie muss das doch alles nicht gerade jetzt sein. Hätte das ganze „Geht er, und wenn ja, wohin?“ nicht noch ein bisschen Zeit gehabt? So bis übernächstes Jahr vielleicht. Da wäre Madrid auch noch in Spanien und man würde sie auch noch „die Galaktischen“ schimpfen. Mit ganz erdischem Protest nun…

Es wäre einfach schön, wenn man für Klarheit sorgen würde. Und zwar von allen Seiten. Einfach mal naiv ehrlich sein und sagen was Sache ist. Ist doch eigentlich gar nicht so schwer. Zumindest nicht in meiner eigenen Kinderwelt. Stattdessen geht das Theater in den Gazetten weiter und zieht immer weitere Kreise. Da mutiert Lucas zu Nuris Pressereferent und sein Berater taucht mal kurz ab. Zorc und Kloppo sind nur noch genervt und seine Kollegen trauern ihm schon hinterher, obwohl er noch gar nicht weg ist und ein hoffnungsvoller Ersatz schon verpflichtet wurde. Im Übrigen, herzlich willkommen, Ilkay!

Immerhin ist Ende der Woche Licht in Sicht. Denn dann soll ein Treffen und wohl auch eine Entscheidung bekannt gegeben werden. Endlich, denn dieses Treffen findet nur auf Grund großen Drucks seitens der Medien statt. Dies war aber abzusehen. Und man hätte es längst voraussehen können. Wenn ein Club wie Real einen Spieler will, bleibt das nunmal nicht lange geheim. Da muss man schon kommunikativ tätig werden, um ein Theater wie dieses zu umschiffen. Wenigstens ist diese Personalie bald vom Tisch. Egal, wie es ausgeht, wird wenigstens die große Meisterfeier nicht durch diese Spekulationen gefährdet. Denn mir hats wenigstens minimal die letzten Tage die Laune verdorben. Oder es liegt an der schweren Kost namens Meisterschaft.




Dienstag, 3. Mai 2011

Am Ziel; und keiner konnt uns halten!



Jetzt ist es schon Montag Abend. Aber das Gefühl, dass wir es tatsächlich geschafft haben will sich einfach nicht einstellen. Der Alkohol ist abgebaut, die Stimme beginnt sich allmählich zu erholen. Aber dieser Titel ist nicht, noch nicht realisiert. Samstag auf der Süd in Block 81 schon gar nicht. Wie in Trance, wie auf Droge stand man da und checkte nischt, aber rein gar nischt.

Was soll man groß über das Spiel schreiben? Total unwichtig! Wir dominieren die Partie, gehen nach einer guten halben Stunde durch einen Abstauber von Lucas in Führung. Danke Lucas für diesen Befreiungsschlag. Man konnte einige Steine vom Herzen fallen hören. Wir scheinen unsere Hausaufgaben zu machen. Als Robert mit einem schönen Lupfer das 2:0 macht, ist der Käse schon vor der Halbzeit gegessen. Hier brennt definitiv nichts mehr an, da Nürnberg wider Erwarten „brutal“ ungefährlich ist. Nichts als lange Bälle aus dem Halbfeld. Ein Geschenk für die Herren Hummels und Subotic.

Derweil schielen alle Augen nach Köln, die Stadt, in der es zuletzt hitzige Duelle gab. Sollen ausgerechnet die Warmen vom Rhein uns zum Meister machen? Es ist wohl eher Eigennutz, dass Köln etwas glücklich ne Bude macht. Aber unser WS kocht, als der erste Zwischenstand durchgegeben wird. Schon Sekunden vorher war der große Jubel auf den Seitentribünen zu sehen und die Gänsehaut stieg, bis Nobby die schöne Klarheit brachte.

Nach dem neuerlichen Zwischenstand war schnell klar, dass hier nichts mehr schiefgeht. Also Das absolute Gegenteil von letzter Woche am Niederrhein. Entsprechend der frenetische Jubel in Dortmund. Schon vor Abpfiff scheinen alle Dämme zu brechen. Wobei das stark übertrieben ist. Ein paar steigen auf den Zaun. Das ist natürlich tragisch und das Spiel droht abgebrochen zu werden. Nein, nicht wirklich. Aber Ordner positionieren sich und sorgen für einen gesitteten Abpfiff.

Bei Schlusspfiff brechen dann Dämme der Ekstase. Mehr als eine Stunde feiern Team und Trainerstab vor der Süd. Einfach nur schön anzusehen, wie sich die Jungs freuen. Haare werden rasiert und reichlich Bierduschen verteilt. Danach verlagern sich die Feierlichkeiten in die Busse, die Innenstadt oder diverse Discos.

Spät Abends kommt auch unsere Delegation zu Hause an. Noch die Polizei wegen nem schweren Autounfall benachrichtigt, fällt man liebestrunken ins Bett.

Aber zu fassen ist mir dieser Titel noch lange nicht. Dafür habe ich die Gedanken, dass wir es schaffen könnten, viel zu lange vor mich hergeschoben und verdrängt. Ich sollte jemand ranlassen, der sich mit sowas auskennt. Und jetzt kommt alles so „plötzlich“. Obwohl wir schon recht lange ganz oben an der Sonne stehen. Vielleicht ist es auch nur Selbstschutz für den Fall, dass es doch noch daneben geht oder absoluter Pessimismus, den der gemeine Deutsche mit sich herumträgt.

Jedenfalls ist jetzt Montag Abend und das Meistergefühl ist irgendwie anders als bei den letzten Titeln, die ich live erlebt habe. Wie ich jedoch festgestellt habe, geht mir das aber nicht allein so. Und das ist dann doch irgendwie beruhigend. Fortsetzung folgt.

Mittwoch, 27. April 2011

Nervös?



Letzten Samstag wurde der erste von vier möglichen Matchbällen vergeben. Durch die Niederlage am Niederrhein hat sich das Punktepolster von acht auf „nur“ noch fünf Punkte verkleinert.

Leverkusen spielt nun in Köln, der Club, der gerade mal wieder negativ in den Schlagzeilen steht und die letzten Spiele komplett vermasselte. Folglich schmiss Trainer Schaefer hin und ein alter Bekannter, Vokke Finke übernimmt das Ruder. Eigentlich wollte er ja nie mehr auf die Trainerbank zurück, aber wen interessiert heute schon das Geschwätz von gestern. Ausgerechnet die sollen jetzt die Werkself stoppen?  
Nein, müssen sie nicht. Wir sollten vielmehr die in dieser Saison stark aufspielenden Nürnberger stoppen. Dann braucht man irgendwann auch nicht mehr nach Leverkusen zu gucken. Dann ist es egal, was die so treiben.

Es kommt nur auf uns an. Uns Fans und noch viel mehr unsere Mannschaft, die weiter jede Unterstützung gut gebrauchen kann. Deswegen sollten wir auch mit Freude auf Samstag schauen. Wir haben es immer noch in der eigenen Hand, sind von Niemandem abhängig. Wir können bei noch zwei ausstehenden Heimspielen alles klarmachen. Das ist kein Grund, sich in die Hosen zu scheißen, sondern mit breiter Brust das Stadion zu rocken. Das sollten wir auch unserer Mannschaft entsprechend auf dem Platz vermitteln, so wie in Gladbach geschehen. Das konnte sich teilweise gut hören lassen. Vielleicht weniger mit Pyrotechnik als vielmehr mit Geduld, wenn`s mal nicht so läuft und mit einer gut geölten Stimme.

Dann brauchen wir auf das dumme Geschwätz von Bayer auch nichts mehr zu geben. In Lauerstellung seien sie. Und sie seien da, wenn der BVB patzt. 9 Punkte wollen sie auch noch holen. Wir wollen nur noch vier Punkte holen. Bescheidenheit tut manchmal sowas von gut. Das hat nicht zuletzt der Kollege von Hamburg Schwarz Gelb passend dargestellt.

Montag, 25. April 2011

Latte, Pfosten Part II (gefühlt Part 22)



Wenn Borussia nicht gewinnt, dann läuft das irgendwie immer nach demselben gleichen, widerlichen Schema F ab. Man beherrscht Ball und Gegner nach Belieben, vergisst aber, innerhalb der 90 Min. ne Bude zu machen und wenn der Schiri abpfeift, merkt man, dass es jetzt wohl zu spät ist. Aber von vorne.

Petrus hatte bestes Wetter über Mönchengladbach bestellt und so strahlte die Sonne mit den zahlreichen gelben T-Shirts um die Wette. Die Zahlen schwanken, aber am Ende dürften es so um die 20.000 Schwarz-Gelben gewesen sein, die sich schon recht früh in diesem hässlichen, 0815 Beton/Wellblech „Park“ eingefunden hatten. Grund war wohl die Übertragung der Bundesliga auf der Leinwand. Und so sah es dann früh schon recht gut für uns aus. Hoffenheim spielte mit und ging sogar in Führung. Eine mögliche Meisterschaft im Wohnzimmer der eher unbeliebten falschen Borussia lag in der Luft.

Doch bevor man zu träumen beginnen konnte, war der Film schon wieder gerissen. Wie bei einem guten feuchten Abend, von dem man ab einem Zeitpunkt X am nächsten Morgen nichts mehr weiß. Leverkusen machte schon vor der Pause den Ausgleich und schnell war klar, dass die das Spiel noch würden umbiegen können. Unsere Spieler nahmen es im Jogging auf dem Rasen zur Kenntnis. Nach dem 2:1 war dann der Drops auch gelutscht und eine Meisterfeier am Niederrhein nicht mehr möglich.

Der Stimmung tat dies indes keinen Abbruch. Obwohl man von solch einem Auswärtsmob noch hätte mehr erwarten können, war die Stimmung insgesamt prächtig mit akustischen Höhepunkten zu Beginn und nach ca. 50 Min, als der Ausgleich in der Luft lag. Für die visuelle Untermalung wurde, wie in Gladbach üblich, auch gesorgt. Wobei ich dies an dieser Stelle nicht bewerten will.

Ausgleich ist vielmehr das Stichwort. Diesen gab es leider nicht zu sehen. Trotz klarer Überlegenheit nutzte Idrissou einen Stellungsfehler von Subotic in der ersten Hälfte und verlud Weidenfeller eiskalt. Trotz kurzer Ecke kann man hier keinen wirklichen Torwartfehler ausmachen.

Danach und insbesondere in der zweiten Hälfte drückten die richtigen Borussen mehr und mehr, doch ein Tor wollte einfach nicht fallen. Mal wieder war das Aluminium im Weg und ein gut aufgelegter gegnerischer Torwart, der glänzend gegen Götze, Barrios und Lewandowski parierte. Gerade Letzterer sollte schnell an seiner Abschlussquote feilen. Unfassbar, was der gute Kerl diese Saison schon für Chancen auf dem Fuß hatte.

Wie auch immer: Am Ende steht die vierte Niederlage der Saison. Einen Grund zur Panik gibt es indes nicht. Auch Leverkusen wird nicht alle verbleibenden Saisonspiele gewinnen. Ein Titelgewinn ist nächste Woche schon möglich, sollte Leverkusen nicht in Köln dreifach punkten.

Das reicht aber schon an Zukunftsmusik. Erst müssen wir an der Chancenverwertung arbeiten, das obligatorische Lattenschießen schleunigst abstellen und Lucas wieder richtig fit kriegen. Dann klappt`s auch mit den letzten 4 Punkten und der Schale. Ganz bestimmt schon nächstes Wochenende.

Montag, 18. April 2011

Wartest du noch oder kotzt du schon?



Diesen Freitag hatte der große Trommelwirbel seinen Höhepunkt gefunden. Die Karten für das letzte Heimspiel gegen Frankfurt wurden ausgelost, die „Gewinner“ sollten per Mail benachrichtigt werden. Also wer sich vor der Saison überlegt hatte, sich ne Dauerkarte zu besorgen und es letztendlich nicht getan hat, dürfte sich wohl gehörig in den Allerwertesten beißen.

Gespannt müssten Freitag wohl Tausende vor dem Bildschirm gewartet haben auf die erlösende Mail, die Eintrittskarte, wahrscheinlich die Schale und Dede, unser Idol, das letzte Mal spielen zu sehen. Und so sickerten diverse News durch, wann es denn endlich soweit sein sollte mit der ominösen Antwort im Email-Postfach. Die RN sprachen dann davon, dass der zuständige Leiter des Ticketing um 15 Uhr den Button drücken würde und die Mails sich ihren Weg durch das WWW zum Empfänger bahnen.

Um das Ergebnis vorweg zu nehmen, viele Tausende (insgesamt gab es weit mehr als 300.000 Anfragen für dieses Spiel, sodass die Lostrommel gut gefüllt war) warten bis nun auf die erlösende oder ernüchternde Antwort unserer Ticket-Helden. Wobei dann heute (Montag) bekannt wurde, dass derjenige, der Freitag keine Zusage bekommen hat, auch keine mehr erhalten wird. Somit wird die Absagemail eigentlich überflüssig. Lediglich die Masochisten unter den Schwarzgelben dürften sich wohl noch auf Post vom BVB Ticketing freuen.

Tja, scheiße und so bleibt die Frage danach, warum man sich keine DK gegönnt hat und warum ausgerechnet bei diesem Spiel das Losverfahren entscheiden sollte. Diese beiden Fragen sollte man sich vlt. noch beantworten können. Spätestens jedoch bei der Frage danach, ob das Losverfahren, so wie es durchgeführt wurde, wirklich fair ist, kann man geteilter Meinung sein.

Es wäre hier ein Leichtes gewesen und spielend einfach umsetzbar, wenn bspw. Leute bedient worden wären, die diese Saison einfach regelmäßig durch Anwesenheit geglänzt haben. (Nein, das müssen nicht zwingend DK-Inhaber sein) Der Topspielzuschlag (übrigens neuerdings auch für das Frankfurt-Spiel) wird ja auch damit gerechtfertigt, dass Leute extra zahlen sollen, wenn sie sich nur die so genannten „Sahnestücke“ ansehen wollen. Beim Losverfahren aber haben alle die gleiche Chance gehabt, also die, die das erste Mal hingehen wie diejenigen, die auswärts oft dabei sind und den letzten € für den Club ausgeben.

Immerhin gab es für Mitglieder das Privileg, zweimal im Lostopf zu landen. Wenn man sich jedoch das Verhältnis von Anfragen und Karten ansieht, stellt man schnell fest, dass hier nicht wirklich von einem Privileg gesprochen werden kann.

So wurde von Vereinsseite mal wieder eine große Chance verpasst, die zahlenden Mitglieder für ihre Treue und Zugehörigkeit zu belohnen. Stattdessen dürften viele zahlende Mitglieder mal wieder in die Röhre schauen; eigentlich also nichts Neues könnte man hier zynisch einwerfen. So macht man jedenfalls keine Werbung für Neumitglieder, die sich unserer glorreichen Borussia anschließen möchten.

Klar, man sollte grundsätzlich aus anderen Motiven Mitglied sein, als nur  wegen des vermeintlichen Vorteils beim Kartenverkauf. Wer jedoch so intensiv mit den angeblichen Privilegien um Neumitglieder wirbt, muss sich auch solche Fragen gefallen lassen. Spielend leicht hätte man hier Mitglieder mit einer Karte für dieses besondere Spiel belohnen können.

Ebenso hätte man auch denen etwas zurückgeben können, die in Sevilla im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf hingehalten haben oder die in Paris mit ihren Augen ins Tränengas gelaufen sind. Als Nachweis die Eintrittskarte oder einen ähnlichen Beweis beim BVB eingeschickt und als Dankeschön ne Karte bekommen. Aber nein, stattdessen dürfen auch DK Inhaber mitmachen, die ihre Karte schon haben. Diese fairerweise auszusortieren wäre sicher kein großer Aufwand gewesen. Und nach dieser Saison müsste man diese wohl auch nicht mit „Bonbons“ füttern. Die werden nächste Saison schon auch ihr festes Vorkaufsrecht nutzen, um auf der Süd stehen zu können.

Nun gut. Ehrenhalber erwähnen muss man, dass man natürlich bei mehr als 300.000 Anfragen nicht alle Kartenwünsche erfüllen und nicht jeden glücklich machen kann. Immerhin hat man mit der Kartenpolitik insgesamt in dieser Saison genügend Anreize dafür geschaffen, dass nächstes Jahr die Dauerkarten weggehen dürften wie die berühmten warmen Semmeln. Ob das allerdings ausgerechnet mit der Kartenpolitik so gewollt war soll hier mal dahingestellt bleiben.